Alleinvermittlungsauftrag

Mit dem Alleinvermittlungsauftrag wird der Immobilienmakler von seinem Kunden für eine bestimmte Zeit (Alleinvermittlungsfrist) schriftlich mit der alleinigen Vermittlung eines Immobiliengeschäftes (z.B. Verkauf einer Liegenschaft) beauftragt. Im Erfolgsfall, d.h. bei einem durch seine Tätigkeit herbeigeführten Zustandekommen des Rechtsgeschäftes, gebührt dem Immobilienmakler die vereinbarte Provision..

Anbot

Ein Anbot liegt vor, wenn jemand schriftlich oder mündlich eine verbindliche Erklärung zum Abschluss eines inhaltlich bestimmten Rechtsgeschäftes abgibt. Wird das Anbot von demjenigen, an den es gerichtet ist, vollinhaltlich angenommen, so entsteht ein Vertrag. Eine abweichende Annahmeerklärung (z.B. niedriger Preis), bewirkt keinen Vertrag, sondern stellt ein neuerliches Anbot der anderen Partei dar. Annahme des Anbotes: Das Angebot muss nach Zugang rechtzeitig angenommen werden. Ist ein Angebot befristet, so kann es innerhalb der vereinbarten Frist von der anderen Partei angenommen werden, anderenfalls erlischt es. Mangels ausdrücklicher Befristung muss die Annahme innerhalb angemessener Zeit (unter Anwesenden sofort, unter Abwesenden innerhalb der Zeit, die für die Übermittlung, Überlegung und Rückantwort erforderlich ist) angenommen werden.

Betriebskosten

Als Betriebskosten gelten immer wiederkehrende Kosten für die Versorgung des Hauses mit Wasser, die vorgeschriebenen Kehrungen der Hausrauchfänge, die Beleuchtung der allgemeinen Teile des Hauses, eine angemessene Versicherung des Hauses, das Verwaltungshonorar, die Kosten für die Hausreinigung, Kosten für Müll und Kanalgebühren, die Grundsteuer.

Als Betriebskosten dürfen verrechnet werden:

   •  Wassergebühren und Kosten der Wassermesserkontrolle
   •  Rauchfangkehrerkosten (vierteljährliche Kehrkosten, nicht jedoch
      Kaminschleifen oder das Beschriften der Kehrtürchen)
   •  Kosten der Unratentfernung (Müllabfuhr und Entrümpelung von
      herrenlosem Gut)
   •  Kosten für Schädlingsbekämpfung
   •  Stromkosten (für die Beleuchtung des Stiegenhaus, Glühbirnen,
      Sicherungen, keine Reparaturen)
   •  Versicherungsprämien (Pflichtversicherungen)
   •  Grundsteuer
   •  Hausreinigungskosten
   •  Kosten der Gemeinschaftsanlagen (Aufzug, Waschküche,
      Kinderspielplatz und sonstige von allen Mietern zu nutzende
      Einrichtungen)

Bruttomiete

Der Bruttomietzins setzt sich aus
   •  Haupt- oder Untermietzins,
   •  anteiligen Betriebskosten und laufenden öffentlichen Abgaben,
   •  Anteil für allfällige besondere Aufwendungen (z.B. Lift),
   •  allfälliges Entgelt für mitvermietete Einrichtungs- und
      Ausstattungsgegenstände oder sonstige zusätzliche Leistungen
      des Vermieters zusammen.

Garconniere

Aus dem französischen stammender Ausdruck für Junggesellenwohnung, - speziell für Einpersonenhaushalte geeignete Kleinwohnung in zeitgemäßer Ausstattung.

Gesamtmiete

Die Gesamtmiete enthält den Haupt- oder Untermietzins zuzüglich der Betriebskosten und der MwSt. Der MwSt.-Satz beträgt bei Gewerbeimmobilien 20% und bei Wohnobjekten 10%.%.

Heizungskosten

Wenn eine gemeinsame Heizanlage mehrere Wohnungen versorgt, sind die Kosten für Wartung und Energie gerecht aufzuteilen. Meist wird ein monatliches Aconto eingehoben und einmal jährlich abgerechnet. Heizungskosten sind normalerweise nicht in den Betriebskosten enthalten.

Kaution

Die Kaution dient der Sicherstellung (z.B. durch einen Barbetrag) eines Vertragsteiles für den Fall der Nichteinhaltung der Vertragsbedingungen durch den anderen Vertragsteil (z.B. bei Mietverträgen Stellung einer Kaution durch den Mieter zur Deckung allfälliger Beschädigungen des Mietgegensandes bzw. Inventars). Treten keine derartigen Mängel auf, wird die Kaution bei Beendigung des Vertragsverhältnisses dem Mieter zurückerstattet..

Loggia

Aus dem italienischen (Loge), einer Wohnung vorgelagerter Raum, der - im Gegensatz zu einem Balkon - nur an einer Seite offen, sonst aber an fünf Seiten von Wänden, Boden und Decke umschlossen ist. Die Bodenfläche einer Loggia gehört - anders als Balkon- und Terrassenflächen - zur Nutzfläche i. S. des § 17 Mietrechtsgesetz.

Maisonette

Zweigeschossige Wohnung innerhalb eines mehrstöckigen Gebäudes, vielfach in der Form einer zweigeschossigen Dachwohnung.

Mezzanin

Speziell in Miethäusern aus der Zeit der Jahrhundertwende häufige Bezeichnung für das Geschoss zwischen dem Erdgeschoss und dem Hochparterre oder dem ersten Stock des Hauses ("Halbstock").

Mietvertragsvergebührung

Für bestimmte Verträge muss an das Finanzamt eine Vertragsgebühr bezahlt werden. Beim Mietvertrag fällt eine solche Vertragsgebühr an. Diese Vertragsgebühr beläuft sich auf 1 % des dreifachen jährlichen Bruttomietzinses. Diese Vertragsgebühr wird branchenüblich immer vom Mieter getragen. In diesem Zusammenhang wird der Mietvertrag beim Finanzamt für Gebühren und Verkehrssteuern angezeigt

Mietverträge

Hauptmietverträge über Wohnungen, Geschäftsräume etc. werden zwischen dem Eigentümer oder dem Fruchtnießer einer Liegenschaft bzw. dem Wohnungseigentümer und dem Mieter abgeschlossen. Bei Mietverträgen auf unbestimmte Zeit kann der Vermieter den Mietvertrag nur aus wichtigen Gründen (§ 30 MRG) kündigen (Kündigungsschutz). Dagegen enden auf bestimmte Zeit geschlossene Mietverträge durch Zeitablauf ohne Kündigung. Untermietverträge über Wohnungen oder Geschäftsräume werden zwischen dem Hauptmieter und dem Untermieter abgeschlossen..

Provision

Die Provision ist das Entgelt des Immobilienmaklers für seine Vermittlungstätigkeit. Die Provision ist verdient und fällig mit dem durch die Tätigkeit des Immobilienmaklers bewirkten Zustandekommen des Vertrags. Im Normalfall beträgt die Provision 2 Bruttomonatsmieten zuzüglich 20% MwSt bzw. 3% des Kaufpreises zuzüglich 20% MwSt